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Buchvorstellung: "Terror gegen Juden"

Wie antisemitische Gewalt erstarkt und der Staat versagt. Eine Anklage

10. September 2020
Beginn 19 Uhr
Eintritt 10,-/ erm. 8,-
Moderation: Prof. Dr. Samuel Salzborn, Antisemitismusbeauftragter der Stadt Berlin

Anmeldung unbedingt erforderlich: dialog@jg-berlin.org

Eine Veranstaltung des Mideast Freedom Forum Berlin in Kooperation mit der Jüdischen Volkshochschule Berlin

Foto: (c) Regina Schmeken

In Deutschland hat man sich an Zustände gewöhnt, an die man sich niemals gewöhnen darf: Jüdische Schulen müssen von Bewaffneten bewacht werden, jüdischer Gottesdienst findet unter Polizeischutz statt, Bedrohungen sind alltäglich. Der Staat hat zugelassen, dass es so weit kommt - durch eine Polizei, die diese Gefahr nicht effektiv abwehrt, sondern verwaltet; durch eine Justiz, die immer wieder beschönigt.

Ronen Steinke, selbst Jurist, ist durch Deutschland gereist und erzählt von jüdischem Leben im Belagerungszustand. Er trifft Rabbinerinnen und Polizisten, konfrontiert Staatsschützer, Geheimdienstler und Minister mit dem Staatsversagen. Viel muss sich ändern in Deutschland. Was zu tun wäre, erklärt dieses Buch.

Das Buch von Ronen Steinke ist im Piper Verlag erschienen und kann hier bestellt werden.

Dr. Ronen Steinke

ist Redakteur der Süddeutschen Zeitung. Seine juristische Doktorarbeit über Kriegsverbrechertribunale von 1945 bis heute wurde von der FAZ als „Meisterstück“ gelobt. Im Piper Verlag erschien seine Biografie über Fritz Bauer, den mutigen Ermittler und Ankläger der Frankfurter Auschwitz-Prozesse, die mit "Der Staat gegen Fritz Bauer" 2015 preisgekrönt verfilmt und in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Im Berlin Verlag erschien 2017 "Der Muslim und die Jüdin. Die Geschichte einer Rettung in Berlin."

Prof. Dr. Samuel Salzborn

ist Antisemitismus- und Rechtsextremismusforscher und seit dem 3. August 2020 Ansprechpartner des Landes Berlin zu Antisemitismus.

Das Facebook-Event zur Veranstaltung finden Sie hier.

Die Veranstaltung steht unter dem Vorbehalt der weiteren Entwicklung der Corona-Krise. Aufgrund der Beschränkungen wg. Corona ist die Zuschauerzahl begrenzt, daher ist eine Anmeldung unter dialog@jg-berlin.org erforderlich. Ohne diese ist der Zugang nicht gewährleistet.