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„Ich muss deshalb dringend von jeder zusätzlichen Aktion für Israel abraten“

Achtung: Die Veranstaltung muss leider aufgrund eines Covid-19 Verdachtsfalles verschoben werden. 

 

Das Auswärtige Amt und Israel zwischen 1967 und 1979

 

Buchvorstellung mit Dr. Remko Leemhuis
im Anschluss Diskussion mit Dr. Jenny Hestermann, Dr. Ulrich Ernst und Jörg Rensmann
Moderation: Dr. Ruth Kinet

Wann: Wird verschoben auf einen unbekannten Termin
Wo: Friedrich Ebert Stiftung
Haus 2, Konferenzsaal, Hiroshimastraße 28, 10785 Berlin
Anmeldung: info@mideastfreedomforum.org

Deutschland und Israel – das sind zweifelsohne komplexe Beziehungen. Das merkelsche Bonmot von Israels Sicherheit als deutscher Staatsraison wird heute breit geteilt. Deutschland gilt innerhalb der EU, aber auch weltweit als enger Partner des jüdischen Staates. Dass der Beginn der Beziehungen weitaus holpriger war – und gerade im Auswärtigen Amt erhebliche Vorbehalte gegen Israel bestanden -, zeigt Dr. Remko Leemhuis in seiner Untersuchung auf. „Ich muss deshalb dringend von jeder zusätzlichen Aktion für Israel abraten“ ist eine Analyse der grundsätzlichen Überlegungen, die die Israelpolitik des Auswärtigen Amtes in der so bedeutsamen Periode zwischen dem Sechstagekrieg 1967 und der Unterzeichnung des ägyptisch-israelischen Friedensvertrags 1979 prägten.

Neben bitteren Kontinuitäten aus der NS-Zeit, spürbar vorhandenen antisemitischen Einstellungen gab es auch aus heutiger Perspektive betrachtet erstaunlich wenig Verständnis für die Notwendigkeit einer außenpolitischen Solidarität zwischen Demokratien. Das Manövrieren war für die ihre weltpolitische Rolle suchende junge Bundesrepublik freilich nicht immer einfach. So fanden die ersten anderthalb Jahrzehnte deutsch-israelischer Beziehungen in einer komplexen Gemengelage statt, in der die Diplomaten die Anforderungen der amerikanischen Supermacht ebenso zu berücksichtigen hatten wie die offen israelfeindliche Politik vieler arabischer Staaten und den Wettbewerb mit der DDR um staatliche Anerkennung. Die durchschimmernde Grundhaltung vieler Akteure zeugt jedoch davon, dass der Weg zur Staatsraison keineswegs vorgezeichnet war.

 

Dr. Remko Leemhuis

ist Direktor des American Jewish Committee (AJC) Berlin. Er publizierte 2020 das Buch „'Ich muss deshalb dringend von jeder zusätzlichen Aktion für Israel abraten'. Das Auswärtige Amt und Israel zwischen 1967 und 1979“ im Berliner LIT-Verlag.

Dr. Jenny Hestermann 

ist Historikerin und Gastprofessorin für Israel-Studien am Moses Mendelssohn Zentrum an der Universität in Potsdam. Sie veröffentlichte 2016 das Buch "'Inszenierte Versöhnung.' Reisediplomatie und die deutsch-israelischen Beziehungen von 1957 bis 1984" im Campus-Verlag.

Dr. Ulrich Ernst 

ist Leiter des Nahostreferats im Auswärtigen Amt.

Jörg Rensmann

ist Politikwissenschaftler und Programmdirektor beim Mideast Freedom Forum Berlin.

Dr. Ruth Kinet

ist Historikerin, Journalistin und Autorin. Sie schreibt regelmäßig über Themen rund um Israel für öffentlich-rechtliche Hörfunksender und Zeitschriften.

 

Eine Kooperationsveranstaltung des Mideast Freedom Forum Berlin mit der Friedrich Ebert Stiftung Berlin.

Aufgrund der Corona-Situation gibt es nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen. Eine Anmeldung ist dringend erforderlich.